Wöllstein wird mobiler: Neue Bordsteinrampen für ein barrierefreies Dorfbild

Die Ortsgemeinde setzt ein klares Zeichen für Inklusion und Teilhabe. Nach einer intensiven Planungsphase sowie einer offiziellen Begehung durch eine fünfköpfige Arbeitsgruppe – bestehend aus Frau Hübscher, Frau Schmücker, Herrn Kohn, Herrn Böhme und dem Bauhofmitarbeiter Herrn Hendricks – wurden nun an zentralen Verkehrspunkten fest montierte Bordsteinrampen aus Gummi installiert. Ziel ist es, die Mobilität im Alltag spürbar zu verbessern. Die Ortsgemeinde bedankt sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern des Bauhofs für die tatkräftige Unterstützung und die zügige Umsetzung der Maßnahmen.

v.l.n.r.: Jörg Böhme, Claudia Hübscher, 1. Beigeordneter Michael Kohn

Barrieren im öffentlichen Raum bleiben oft unbemerkt – bis man selbst auf einen Rollstuhl, einen Rollator oder einen Kinderwagen angewiesen ist. Um solche Hindernisse gezielt zu identifizieren, fand kürzlich eine Begehung im Ortskern statt. Dabei analysierte die Arbeitsgruppe insbesondere kritische Übergänge und Gehwegbereiche.

Schnelle Hilfe durch pragmatische Lösungen

Die Ergebnisse dieser Begehung wurden unmittelbar umgesetzt: An wichtigen Übergängen wurden robuste Rampen aus Spezialgummi fest im Boden verankert. Im Vergleich zu aufwendigen baulichen Maßnahmen bieten sie eine sofort wirksame, rutschfeste und witterungsbeständige Lösung, um Höhenunterschiede sicher auszugleichen.

Ein Gewinn für alle Generationen

„Unser Ziel ist es, dass sich alle Menschen in Wöllstein sicher und möglichst selbstständig bewegen können“, so die Initiative. Die neuen Rampen bringen zahlreiche Vorteile:

Seniorinnen und Senioren: Mehr Sicherheit und geringerer Kraftaufwand bei der Nutzung von Rollatoren

Eltern: Einfacheres und sicheres Manövrieren mit Kinderwagen, insbesondere an stark frequentierten Stellen Menschen mit Behinderung: Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Selbstständigkeit im Alltag

Langfristiges Engagement geplant

Die installierten Rampen sind Teil eines fortlaufenden Prozesses. Die Initiative wird die Wirksamkeit der Maßnahmen weiter evaluieren und bleibt im engen Austausch mit der Bevölkerung, um Wöllstein Schritt für Schritt noch lebenswerter und barrierefreier zu gestalten.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, weitere Schwachstellen zu melden. Hinweise nimmt Herr Böhme (Beauftragter für Menschen mit Beeinträchtigung, siehe Amtsblatt) gerne entgegen. Auf Wunsch erfolgt auch eine gemeinsame Begehung vor Ort, um Hindernisse zu besprechen.


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